Tauchen in der Corona Krise

 

Wenn man sich den Regeln bewusst bleibt, ist die Risikominderung für das Sporttauchen einfach. Eine Ansteckung in Seen oder im Meer ist äußerst unwahrscheinlich. Die Gefahr lauert eher davor oder danach.

Unter Wasser ist kein „social discancing“, d.h. keine Abstandsregelung erforderlich. 

COVID-19 hasst Tauchen. Bisher gibt es keine Hinweise, dass das neuartige Coronavirus (SARS-CoV-2) im Wasser übertragen wird. Zusammen mit der umfangreichen Ausrüstung wie Anzug, Tauchmaske, Atemregler ist das Ansteckungsrisiko sehr gering. 

 

 

Neues Verfahren zur medizinischen Untersuchung für Taucher

Aufgrund neuer medizinischer Erkenntnisse und Betrachtungsweisen sowie der aktuellen COVID-19-Bedenken gibt es ein neues Verfahren: Den 2020 Diver Medical Participant Questionnaire. Dieser ist ab sofort zu verwenden.  Das neue Verfahren besteht aus drei Komponenten:

 1. Der tauchmedizinische Fragebogen für Teilnehmer wird vom Taucher ausgefüllt.

2. Der tauchärztliche Beurteilungsbogen wird vom Arzt ausgefüllt, der den Taucher auf seine Tauchfähigkeit untersucht, wenn eine ärztliche Bestätigung zum Tauchen erforderlich ist.

 3. Die Tauchmedizinische Anleitung für den Arzt ist eine Fachempfehlung für Ärzte, die Zusatzinformationen zum Zusammenhang bestimmter Gesundheitszustände mit dem Tauchen suchen.

 Die ersten beiden Seiten umfassen den Fragebogen und die dritte Seite beinhaltet die ärztliche Beurteilung, falls der Tauchkandidat eine der Aussagen mit „ja“ bestätigt. Die meisten dieser Aussagen zielen auf relevante Probleme ab, zum Beispiel in Aussage 1: „Ich hatte Probleme mit meiner Lunge/Atmung, mit dem Herzen, dem Blut oder wurde positiv auf COVID-19 diagnostiziert.“ Bestätigt der Taucher dies mit „ja“, wird er zu Feld A der nächsten Seite verwiesen, wo fünf weitere, detailliertere Aussagen zum Gesundheitszustand zu beantworten sind. Wird eine davon mit „ja“ bestätigt, muss der Taucher sich einer ärztlichen Untersuchung zur Ausstellung einer Tauchgenehmigung unterziehen. Dieser zweistufige Ansatz ermöglicht höhere Präzision bei der Bestimmung der Personen, die sich ärztlich untersuchen lassen müssen. Viele Taucher werden nur zu den 10 Aussagen der ersten Seite Stellung nehmen müssen - beantworten sie diese durchgehend mit „nein“, benötigen sie keine ärztliche Untersuchung.

 

Diese Dokumente und Links enthalten Tipps der Prävention und Reduktion von Risiken zur Risikoprävention und zur Reduzierung von Risiken.

 

Tipps zur Reduzierung des COVID-19 Übertragungsrisikos
Tipps zur Reduzierung des COVID.pdf
PDF-Dokument [454.0 KB]
8steps_DE.pdf
PDF-Dokument [79.9 MB]
Merkblatt-Mund-Nasen-Bedeckung.pdf
PDF-Dokument [213.3 KB]
Positionspapier des Verbands Deutscher Sporttaucher e.V.
zu Übergangsregelungen für die Wiederaufnahme
des Trainings- und Wettkampfbetriebes für den Tauchsport
in der erhöhten Corona-Infektionsphase
20200529_Corona-Positionspapier_Übergan[...]
PDF-Dokument [232.9 KB]
Zeitlich befristete Regelungen
zur VDST Tauchausbildung
(DTSA-, Prüfer-, SK-Ordnung)
während der Corona Pandemie
20200603_Corona-Regelungen_zur_Tauchausb[...]
PDF-Dokument [1.7 MB]
10 RICHTLINIEN DER PRÄVENTION UND REDUKTION VON RISIKEN
10 RICHTLINIEN DER PRÄVENTION UND REDUKT[...]
PDF-Dokument [693.5 KB]

Verordnung des Kultusministeriums und des Sozialministeriums über Sportstätten

https://km-bw.de/%2cLde/Startseite/Ablage+Einzelseiten+gemischte+Themen/6275630

 

Dritte Verordnung der Landesregierung zur Änderung der Corona-Verordnung
200609_Dritte_VO_der_LReg_zur_Aenderung_[...]
PDF-Dokument [78.9 KB]

Informationen zur Ausweisung internationaler Risikogebiete

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogebiete_neu.html

CORONAVIRUS (COVID-19) KARTE ZUM AKTUELLEN STAND DES TAUCHBETRIEBS

https://travel.padi.com/de/scuba-diving-after-coronavirus-world-map/

 

 

COVID-19 Dashboard by the Center for Systems Science and Engineering (CSSE) at Johns Hopkins University (JHU)

https://gisanddata.maps.arcgis.com/apps/opsdashboard/index.html#/bda7594740fd40299423467b48e9ecf6

 

 

Tauchen nach Covid-19-Erkrankung ?

 

Ein kürzlich veröffentlichter Artikel, kommt zu dem Schluss, dass Taucher, die COVID-19 hatten, dauerhaft nicht tauchfähig sind. Wird diese Meinung von Tauchmedizinern geteilt? Was ist der Beweis?

 

Forderungen nach einer bestimmten medizinischen Untersuchung oder einem Screening-Test nach einer Infektion zur Feststellung der Tauchtauglichkeit sind derzeit unbegründet und verfrüht.

 

COVID-19 weist viele der gleichen Merkmale auf wie andere schwerwiegende virale Pneumonien, bei denen eine Rekonvaleszenz erforderlich ist, bevor die vollständigen Aktivitäten wieder aufgenommen werden können - ein Vorgang, der je nach Schwere der Symptome Wochen oder Monate dauern kann. Die langfristigen Auswirkungen von COVID-19 auf die Lungenfunktion und die Erholungszeit variieren, und es gibt nicht genügend Erfahrung und fundierte klinische Forschung, um genaue prognostische Bestimmungen vorzunehmen.

 

Leichte oder symptomlose Verläufe einer Corona-Infektion bedürfen bei jungen und/oder Menschen ohne Vorerkrankungen keiner weiteren diagnostischen Maßnahmen. Sie sind in der Regel ambulant behandelbar und mit Auflagen durch das Gesundheitsamt (mindestens 14-tägige häusliche Quarantäne) belegt. Nach einer Karenz von weiteren zwei Wochen sollte hier dem Tauchen nichts im Wege stehen. Allerdings sind Taucher mit symptomatischer COVID-19, vor allem mit erwiesener Lungenentzündung, zunächst tauchuntauglich. Hier sollte nach vollständiger Genesung noch mindestens drei Monate gewartet und dann erneut genau untersucht werden, ob Lunge oder körperliche Leistungsfähigkeit Schaden genommen haben. Welchen längerfristigen Einfluss COVID-19 auf die Lungenfunktion und körperliche Leistungsfähigkeit hat ist noch ungewiss. Erste Ergebnisse geben aber Hoffnung, dass bei einer frühzeitigen Therapie die Lungenschädigung und damit die Langzeitfolgen vermutlich gering bleiben. Daraus folgt, dass die Tauchtauglichkeit nach COVID-19 vermutlich nicht in Gefahr ist.

 

Weitere Infos unter folgendem Link:

https://www.vdst.de/2020/04/24/tauchen-nach-covid19-erkrankung-gemeinsame-stellungnahme-von-gtuem-dlrg-und-vdst/

covid-19-statement_aqua_med.pdf
PDF-Dokument [386.8 KB]